Online-Marketing für Gründer – mit wenig Geld viel erreichen. Teil 4: Ohne Auswertung geht nichts - DWR eco
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Online-Marketing für Gründer – mit wenig Geld viel erreichen. Teil 4: Ohne Auswertung geht nichts

In den vergangenen Beiträgen unserer Serie „Online-Marketing für Gründer –mit wenig Geld viel erreichen“ zu den Themen Social MediaVideo Marketing und Newsletter Marketing haben wir euch Tipps und Tricks mitgegeben, wie auch mit einem kleineren Budget effektive Marketing-Kampagnen umgesetzt werden können. In diesem Beitrag möchten wir euch nun zeigen, wie die Effektivität genau dieser Marketing-Tools gemessen werden kann.

 

Auswertung für Social Media 

Es ist schon viel getan, wenn ihr Social-Media-Beiträge oder sogar ganze Kampagnen nach Handbuch umsetzt. Doch die Arbeit endet nicht hier. Nachdem ihr mehrere Beiträge oder „Posts“, „Tweets“ usw. über eure Kanäle geteilt habt, bleibt die Frage, wie erfolgreich diese tatsächlich sind und wie man sie weiter verbessern kann.

Für Social Media wird euch die Auswertung ziemlich einfach gemacht, denn quasi jede Plattform hat ihr eigenes Management- oder Auswertungstool. Bei Facebook zum Beispiel findet ihr diese direkt im Profil unter „Insights“. Hier sind allgemeine Daten für die ganze Unternehmensseite einzusehen, wie Aufrufe, Reichweite oder Interaktionen. Unter dem Bereich „Beitragsoptionen“ können einzelne Werte für einzelne Beiträge abgerufen werden. Wenn ihr jedoch Werbeanzeigen bei Facebook schaltet, solltet ihr auch den Facebook-Werbeanzeigen-Manager nutzen! Nicht nur weil Anzeigen dadurch viel individueller gestaltet werden können, sondern Auswertungsberichte können auch mit wenigen Klicks exportiert werden. Im Bereich „Analytics“ des Tools werden auch Daten bzgl. eurer Zielgruppe (Demographie, Nutzereigenschaften) und deren Aktivitäten zur Verfügung gestellt.

Twitter und LinkedIn haben eigene Auswertungstools: Analytics für Twitter und der LinkedIn-Kampagnen-Manager. Diese Instrumente verfügen über ähnliche Auswertungsmöglichkeiten wie der Werbeanzeigen-Manager von Facebook.

Die Frage ist aber: Welche Daten sind relevant für einen Social-Media-Manager, der noch in seinen Anfängen steckt? Kanalübergreifend sind besonders die Reichweite und Interaktionen, die den Erfolg eines Beitrags ausmachen. Die Reichweite eines Beitrags zeigt euch, wie viele Nutzer diesen gesehen haben. Hierbei ist die organische Reichweite die „unbezahlte“ Reichweite und die anorganische diejenige, die im Rahmen von gesponserten Anzeigen entsteht. Die Reichweite gibt euch Auskunft darüber, ob eine passende Zielgruppengröße und ein passendes Budget ausgewählt wurden. Wenn die Reichweite eines Beitrags im Vergleich zu den anderen sehr gering ausfällt, dann sollte man diese Zielgruppe entsprechend überarbeiten.

Die Anzahl der Interaktionen eines Beitrages entspricht der Gesamtanzahl der Klicks, Likes, Retweets und Kommentare, die zu genau diesem Beitrag stattgefunden haben. Die Anzahl der Interaktionen verrät euch, ob ihr die richtigen Zielgruppeneigenschaften und -interessen gewählt habt und ob der Beitrag überhaupt interessant für diese Zielgruppe ist. Wenn euch im Rahmen einer Auswertung auffällt, dass bestimmte Beiträge viel höhere Interaktionen erreicht haben als andere, guckt euch die Zielgruppeneigenschaften sowie den Inhalt des Beitrags an und setzt diese in unterschiedlichen Kombinationen wieder ein: Also entweder die gleiche Zielgruppe mit anderem Beitragsinhalt oder eine andere Zielgruppe mit ähnlichem Beitragsinhalt. So erkennt ihr, ob entweder die Zielgruppe oder der Inhalt zu der hohen Anzahl an Interaktionen geführt hat.

Wie nutzt ihr Social Media für eure Kommunikationsziele? Lest hier unseren Beitrag dazu.

 

Auswertung für Newsletter Marketing

In unserem Beitrag zum Thema E-Mail-Marketing habt ihr erfahren, warum ein eigener Newsletter sinnvoll ist, welche Inhalte gerade gefragt sind und wie ihr euren Verteiler aufbauen könnt. Damit ihr die Inhalte eures Newsletters ständig verbessert, haben wir einige Tipps für euch.

In erster Linie empfehlen wir die Verwendung eines geeigneten Newsletter-Tools. Zwar gibt es noch vereinzelt Unternehmen, die ihre Newsletter direkt aus dem E-Mail-Programm versenden, eine richtige Auswertung des Newsletters ist dabei aber nicht möglich. Es gibt eine Menge nennenswerter Newsletter-Tools, von denen wir mit MailChimp und CleverReach sehr gute Erfahrungen in Sachen Design, Handhabung und Auswertung gemacht haben.

Verwendet A/B-Testings: Erstellt zwei Newsletter, die ähnliche Inhalte haben. Diese zwei Newsletter werden an jeweils 50 Prozent der Verteilerliste geschickt. Wenn nach der Auswertung zum Beispiel Newsletter B besser abgeschnitten hat, dann wisst ihr, welche Inhalte auch besser ankommen. Außerdem kann zum Beispiel der gleiche Newsletter mit zwei unterschiedlichen Betreffzeilen versendet werden, um zu erfahren, welche Betreffzeile die höheren Öffnungsraten (wie oft die E-Mail überhaupt geöffnet wurde) generiert. Für stichfestere Ergebnisse empfehlen wir, das A/B-Testing bei mehreren Newslettern anzuwenden.

Um jedoch nicht nur den Newsletter als Ganzes auszuwerten, sondern auch einzelne Beiträge, ist es empfehlenswert, Call-to-Actions oder Links für einzelne Beiträge zu nutzen. Wenn zum Beispiel ein bestimmtes Produkt angeteasert wird, macht es Sinn, einen Button, der zu dem Produkt auf eure Website führt, einzusetzen. Das ist insofern relevant, als dass bei der Auswertung des Newsletters auch die Anzahl der Linkklicks für jeden Link ausgewertet wird. Aus dieser Zahl ist abzulesen, welche Beiträge für viel Aufmerksamkeit gesorgt haben.

 

Auswertungen für Video Marketing 

Video Marketing kann auf unterschiedlichen Kanälen und in unterschiedlichen Formaten stattfinden. Wenn das Video über eure sozialen Kanäle geteilt wird, dann richtet euch nach den eben beschriebenen zwei Richtwerten: Reichweite und Interaktionen. Für den Fall, dass ihr euer Video mit eurem Newsletter versendet, sind die Klickzahlen heranzuziehen. Wenn das Video jedoch auf eurer Website steht, ist die Nutzung eines Analytics-Tools die richtige Wahl, um das Interesse eurer Nutzer entsprechend auszuwerten.  

Ob euer Video nun viele Besucher eurer Website anspricht oder nicht, erkennt ihr anhand der durchschnittlichen Zeiten, die der Nutzer auf der entsprechenden Seite verbringt. So könnt ihr zum Beispiel bei Google Analytics unter „Verhalten“ die Seite eurer Website auswählen, auf der das Video steht, und herausfinden, wie lange jemand auf der Seite aktiv bleibt. Wenn die Verweildauer kürzer als die Abspieldauer des Videos ausfällt, ist das Interesse für das Video gering.

Entspricht die Verweildauer dagegen mindestens der Abspieldauer des Videos, besteht die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Nutzer das ganze Video angeschaut hat. In dem Fall kann es allerdings auch sein, dass die Ursache für die hohe Verweildauer an anderen Inhalten der Seite liegt und der Nutzer die Zeit zum Lesen eines Textes oder zum Anschauen mehrerer Bilder verwendet. Um das auszuschließen empfehlen wir auf der Seite, auf der euer Video angezeigt wird, nicht allzu viele weitere Inhalte einzufügen, sondern eher auf diese zu verlinken. Wenn auch das zu kompliziert klingt, gibt es immer noch die Version „Analytics Pro“, die auch Auswertungsberichte für die Videos der Website zur Verfügung stellt.

 

Wir unterstützen euch gerne dabei, eure Kanäle so aufzusetzen und auszuwerten, dass ihr eure Kommunikationsziele bestmöglich erreicht.