Oft unterschätzt und doch so wichtig: Die Mitarbeiter­kommunikation - DWR eco
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Oft unterschätzt und doch so wichtig: Die Mitarbeiter­kommunikation

Interne Kommunikation wird in vielen Unternehmen immer noch unterschätzt. Dabei ist sie ein wichtiges Instrument, um die Zusammenarbeit im Unternehmen und die Zufriedenheit der Mitarbeiter zu fördern. Wird sie hingegen zu sehr vernachlässigt, kann das zu massiven Problemen führen: Mitarbeiter fühlen sich uninformiert, wichtige Infos erreichen nicht diejenigen, für die sie relevant sind, oder nicht rechtzeitig. Doppelte Arbeitsschritte, eine aufwändige Suche nach Infos oder Ansprechpartnern sind mitunter die Folge. Frust macht sich breit, die Gerüchteküche beginnt zu brodeln. Das gilt es dringend zu vermeiden mit einer offenen und strategisch geplanten internen Unternehmenskommunikation.

Hier wollen wir einen kurzen Überblick geben, was interne Kommunikation eigentlich bedeutet, auf welche Punkte Unternehmen achten sollten, welche klassischen Instrumente und neue Trends es in diesem Feld der PR gibt.

Mitarbeiter informieren und motivieren

Interne Kommunikation ist ein breites Feldund umfasst im Grunde alle Maßnahmen und Kanäle, auf denen innerhalb eines Unternehmens Inhalte kommuniziert werden, ob medial oder persönlich. Sie dient dazu, das Funktionieren des Unternehmens als Einheit und die Mitarbeiter in ihren Tätigkeiten zu unterstützen, sie zu informieren, den Dialog zu fördern und zu motivieren.

Die richtigen Instrumente der internen Kommunikation auswählen

Die Instrumente der internen Kommunikation sind zahlreich. Zu den gängigsten zählen beispielsweise das Intranet, die Mitarbeiterzeitung, interne Newsletter, interne Blogs und Social-Media-Kanäle oder interne Veranstaltungen. Wenige Unternehmen nutzen alle Instrumente auf einmal. Es kommt vielmehr darauf an, genau zu überlegen, welche für das eigene Unternehmen sinnvoll sind.

Wichtige Überlegungen könnten dabei sein, wie die Kommunikation zwischen verschiedenen Standorten eines Unternehmens am besten funktioniert. Wie bekommen beispielsweise die Kollegen aus München mit, an welchen Projekten in Berlin oder Köln gerade gearbeitet wird? Oder die Überlegung, ob überhaupt alle Mitarbeiter einen PC-Arbeitsplatz haben. Ein großes Logistik-Unternehmen mit vielen Kraftfahrern erreicht seine Mitarbeiter sicher auf anderen Wegen als ein IT-Mittelständler. Außerdem spielen natürlich Kosten-Nutzen-Abwägungen eine Rolle. Es kann sinnvoller sein, regelmäßig kurze interne Newsletter zu verschicken und Facebook-Gruppen anzulegen, statt eine aufwendig erstellte Mitarbeiterzeitung zu produzierenoder ein teures Intranet-System aufzubauen.

Ansprache der Mitarbeiter und Möglichkeiten für Feedback 

Wie auch sonst in der Kommunikation, sollte auch die Art und Weise der Ansprache der Mitarbeiter gut überlegt sein. Wird gesiezt oder geduzt? Wie viel Vorwissen bringen meine Mitarbeiter zu bestimmten Themen mit? Optimalerweise findet ein Unternehmen Kanäle und eine Ansprache, in denen sich möglichst alle Mitarbeiter auf allen Ebenen des Unternehmens angesprochen fühlen. Immer wichtiger auch: interne Kommunikation sollte nicht als Einbahnstraße, also als Informationsinstrument der Unternehmensführung, (miss)verstanden werden. Möglichkeiten für Feedback, zum Mitmachen und Mitdiskutieren sind sehr gefragt. Richtig eingesetzt können sie auch für die Unternehmensführung sehr aufschlussreich sein. Ob das eine Kommentarfunktion im Intranet, Umfragen zu relevanten Themen oder ein Schwarzes Brett ist – es gibt unzählige Formate. Es ist auch ein bisschen Mut gefragt, neue Ideen auszuprobieren.

Aktuelle Trends der internen Kommunikation

So wie sich unsere Art der Kommunikation und die Medienlandschaft aktuell stark verändern, so verändern sich auch die Trends und Möglichkeiten der internen Kommunikation. Digitale Kanäle sind gefragt und bieten eine ganze Reihe an Vorteilen: Schnelligkeit, Preisvorteile, Interaktivität, und vieles mehr.  

Aktuelle Trends, die immer mehr zum Standard werden, sind:

1) Nutzergenerierter Content

Viele Unternehmen haben inzwischen verstanden, das Wissen und die Kreativität ihrer eigenen Mitarbeiter zu nutzen und beziehen sie aktiv in die Erstellung der Kommunikationsinhalte ein. So schreiben Kollegen aus den Fachabteilungen selbst Beiträge für Blogs, schlagen Themen vor, geben Feedback und tauschen sich aus. Das ist nicht nur sinnvoll aus inhaltlicher Perspektive, sondern auch aus psychologischer Sicht. Wenn die Mitarbeiter merken, dass ihre Projekte, Themen und Meinungen wichtig sind, stärkt das Vertrauen, Zusammenhalt und die Bindung an das Unternehmen.

2) Videos, Videos, Videos

Generell geht der Trend immer mehr hin zu Videos, davon ist die interne Kommunikation natürlich nicht ausgenommen. Kurze Erklärfilme, Video-Botschaften der Unternehmensführung oder Zusammenschnitte von Projekten und Events sind kurzweiliger und spannender als lange schriftliche Ansprachen, Berichte und Erklärungen. Auch hier gilt: Es braucht etwas Mut, neue Wege zu gehen.

3) Zusammenwachsen von interner und externer Kommunikation 

Bei vielen Themen, die ein Unternehmen zu kommunizieren hat, steht immer weniger die Frage im Vordergrund, ob und wann etwas extern oder intern kommuniziert wird. Mit den digitalen Medien und der mobilen Nutzung wird die Kommunikation immer schneller, sodass es kaum mehr möglich ist, hier strikt zu trennen. Häufig werden die gleichen Themen deshalb über die verschiedenen Kanäle der internen und externen Kommunikation sowie auch über Social Media nur wenig anders aufbereitet kommuniziert. So kommen sie fast zur selben Zeit bei Mitarbeitern, Medien, Kunden und anderen Stakeholdern an.

Wenn Sie Beratung zum Thema interne Kommunikation brauchen, sprechen Sie uns gern an!