Wahlgewinner Klimaschutz - DWR eco
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Wahlgewinner Klimaschutz

Die Europawahl war eine Klimawahl, das kann wohl kaum jemand bestreiten, der sich mit den finalen Wahlergebnissen von Sonntag auseinandergesetzt hat. Die zivilgesellschaftliche Bewegung um Fridays for Future kann sich bestärkt fühlen.

Die Fridays for Future – Demonstrationen haben maßgeblich dafür gesorgt, Umwelt- und Klimaschutz wieder zum Thema öffentlicher Debatten zu machen. Auch deren Schöpferin Greta Thunberg wurde selbst nicht müde zu betonen, an dieser Wahl werde über nicht weniger als die „Zukunft“ abgestimmt. Besonders ErstwählerInnen und junge EU-BürgerInnen haben in Frankreich, Finnland, Österreich und Deutschland für Parteien gestimmt, die den Klimaschutz im Kernprogramm führen. Sie sind es, die die Veränderungen im Klima spüren müssen, wenn in den nächsten Jahren nicht die richtigen politischen Entscheidungen getroffen werden.

Doch auch bei WählerInnen älterer Altersgruppen macht sich der grüne Wandel bemerkbar. Die Partei, der die größte Lösungskompetenz für die Bewältigung der Klimakrise zugetraut wird, kann gleichzeitig auch die größten Zuwächse verzeichnen. Umweltpolitisches Know-How wird also zu einer Determinante der Wahlentscheidung. Die Mühen der For Future-Bewegungen haben sich ausgezahlt, weil sich ihre Forderungen direkt in die europäische Politik übersetzt haben. Das bestärkt alle, die sich hinter die streikenden Schüler gestellt haben.

Zeit zum Ausruhen bleibt nicht. Damit die verheerenden Folgen der Klimaerhitzung noch abgewandt werden können, muss die Europäische Union als weltweit drittgrößter Emittent von Treibhausgasen tätig werden. Das Zusammenspiel von Politik, Wissenschaft und Wirtschaft ist jetzt entscheidend. „Wir müssen in nachhaltige Ideen investieren, wenn wir es mit dem Klimaschutz ernst meinen“, sagt X von der Initiative Entrepreneurs for Future. „Die Innovationskraft haben die Unternehmen bereits. Sie muss nur noch genutzt werden.“