26Apr
Von: Siglinde Svilengatyin An: April 26, 2017 In: News Comments: 0

Ab sofort können sich Start-Ups drei Monate lang für den Green Alley Award bewerben. Der Award richtet sich an grüne Start-ups und junge GründerInnen, die Lösungen für eine Circular Economy anbieten. Aus allen Bewerbern werden sechs Finalisten ausgewählt und Ende November zur Abschlussveranstaltung nach Berlin eingeladen. In einem Tages-Workshop erhalten sie von Tipps zu ihren Geschäftsmodellen. Am Abend pitchen die Teams ihre Idee vor der Jury. Der Gewinner erhält ein Preispaket im Wert von bis zu 30.000 € und u.a. eine Reise nach Finnland zu dem Start-up Event Slush.

Nachdem in den letzten Jahren der Länderfokus des Green Alley Awards auf Deutschland, UK und Finnland lag, steht dieses Jahr Irland im Mittelpunkt. Denn in Irland werden mittlerweile 46 Prozent der Investitionen in lokale Start-ups von internatioalen Investoren getätigt und auch Circular Economy spielt hierbei eine wichtige Rolle:

„Der Vorsatz, etwas umgestalten zu wollen, ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für Wachstum. Ich kann mir keinen besseren Grund für einen Unternehmer vorstellen als den Klimawandel anzugehen.“, erklärt Ron Immink, Entrepreneur und Coach für Start-ups sowie Schirmherr des diesjährigen Green Alley Awards.

Zu den bisherigen Partnern des Awards Seedmatch, Bethnal Green Ventures und ERP Finnland sind dieses Jahr H2 Compliance, ein Compliance Dienstleister für Chemikaliengesetzgebung und R2PI, ein Horizon 2020 Projekt dazu gekommen.

Bei Green Alley beschränkt sich Kreislaufwirtschaft nicht auf das Thema Recycling, sondern wird breit verstanden. Die Start-ups aus dem Green Alley Netzwerk kommen deshalb auch aus ganz u
nterschiedlichen Bereichen.

So etwa Green City Solutions, Gewinner des Green Alley Awards 2017. Das Start-up hat eine freistehende Wand entwickelt, die an beiden Seiten mit Moosen bewachsen ist. Die Wand schluckt Feinstaub und CO2. Die Wand mit dem Namen „City Tree“ absorbiert 240 Tonnen CO2-Äquivalente – so viel wie knapp 300 normale Bäume. Firmen und Städte können sie kaufen und draußen aufstellen. Die Wand sorgt für ein besseres Stadtklima.

20161027GreenAlleyAward052Gewinner von 2016 ist das britische Start-up Adaptavate. Der Gründer Tom Robinson konnte es nicht fassen, wie umweltschädlich Gipsplatten sind und dennoch weiterhin und bedenkenlos eingesetzt werden. Zur Trennung von Räumen sind sie bislang unerlässlich, doch beim Bau der Wände fallen Tonnen von Verschnitt an – allein in Deutschland etwa eine halbe Million. Zudem ist die Entsorgung kritisch: der Baustoff enthält Gifte wie Sulfate und daher gehören die Plattenreste in den Sondermüll. Der heute 29-jährige Robinson hat deshalb das Start-up Adpatavate gegründet und das „Breathaboard“ entwickelt, eine 100 Prozent recycelbare Wandverkleidung, die zu größten Teilen aus Abfällen der Landwirtschaft hergestellt ist. Mit seiner gesunden Alternative zu Gipsplatten will Tom die Baubranche revolutionieren.

Das finnische Start-up RePack nimmt sich das Problem des steigenden Verpackungsmülls im Versandhandel vor. Pro Kopf und Jahr fallen im Durchschnitt mehr als 200 Kilogramm an, Tendenz steigend. Jonne Hellgren und das Team von RePack haben deshalb eine Versandtasche entwickelt, die bis zu 20 Mal wiederverwendet werden kann. Der Käufer zahlt beim Online-Shopping eine Art Pfand für die wiederverwendbare Versandtasche RePack. Sobald er seine Ware erhalten hat, wirft er RePack in den nächsten Briefkasten ein und erhält einen Gutschein für den nächsten Einkauf. Das finnische Start-up konnte bereits die ersten Modelabels für sich gewinnen – und ihre Ware wird bereits in der wiederverwendbaren Tasche verschickt.

Wir freuen uns mit Green Alley auf spannende Bewerber für 2017.

Mehr Informationen zu Green Alley und dem Award unter: www.green-alley-award.com